Zertifikate-Sparplan

Zertifikate-Sparplan als Teil Ihrer Geldanlage

Zu einer ausgewogenen Geldanlagestrategie gehören aus Sicht von Experten auch Wertpapiere. Die Frage, die sich Anlegern und Interessenten stellt: Welche der vielen Varianten soll es sein? Die Mehrheit greift auf Fonds zurück, weil sie schlicht „gängig“ sind. Zertifikate, die in die Kategorie der strukturierten Finanzprodukte gehören, führen hingegen ein Schattendasein, wenngleich Auswahl und Angebot, auch an Zertifikate-Sparplänen, ständig wächst.

Die Einstiegsvoraussetzungen sind vergleichbar mit denen anderer Wertpapiersparpläne. 25 Euro als Mindestrate bilden die Untergrenze. Sie verschiebt sich je nach Broker ein wenig nach oben. Im Schnitt kann man von 50 Euro ausgehen, die monatlich oder in einem anderen Turnus aufgebracht werden müssen.



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Stand: 15.02.2012



Chance / Risiko

Dafür profitiert man von den hohen Renditechancen, die – das darf nicht verschwiegen werden – allerdings auch mit einem höheren Risiko einhergehen. Denn Zertifikate funktionieren anders als zum Beispiel Fonds nicht ausschließlich in eine Richtung. Auch wenn die Märkte schwächeln oder seitwärts tendieren, können Gewinne erzielt werden. Das richtet sich danach, wie das Zertifikat gestaltet ist. Hierbei gilt: Die Spannweite reicht auch bei Zertifikaten und entsprechenden Sparplänen von eher sicherheits- bis hin zu absolut chancenorientiert. Sie sind damit nicht nur für Finanzjongleure geeignet, die auf Risiko setzen, sondern auch für Anleger, denen es mehr auf die Sicherheit ankommt.


Zertifikate - auch für Laien leicht verständlich

comdirectAuch wenn Zertifikate für Laien eher kompliziert scheinen: Die eigentliche Idee hinter dieser Form der Geldanlage ist relativ simpel. Zertifikate stehen immer im Bezug zu einem Basiswert wie zum Beispiel einem Aktienindex, einer einzelnen Aktie oder bestimmten Rohstoffen. Werden mehrere Basiswerte in einem Korb (engl.: Basket) gebündelt, spricht man von einem sogenannten Basket-Zertifikat. Der Vorteil für Anleger besteht darin, dass sie nicht direkt in die Werte investieren müssen. Bezieht sich ein Zertifikat zum Beispiel auf die Aktien eines Unternehmens, macht es jede Marktbewegung mit. Steigt der Kurs, gewinnt auch das Zertifikat an Wert. Sinkt der Kurs, macht der Anleger Verluste – jedenfalls in der einfachsten Variante.

Als Beispiel sei hier ein Zertifikat auf Basis eines Aktienindex genannt. Bei einem Kurs von 1.000 Punkten und einem Verkaufs-Verhältnis von 1:100, kosten die Zertifikate jeweils 10,00 Euro. Steigt der Index auf 1.050 Punkte, entspricht das einem Kursplus von 5,0 Prozent. Dementsprechend wäre das Zertifikat jetzt 10,50 Euro wert. Im umgekehrten Fall, wenn der Kurs auf 900 Punkte abrutscht, stehen die Zertifikate bei 9,00 Euro. Dieses Risiko besteht immer, lässt sich durch Discountzertifikate – und entsprechende Abwandlungen – aber ein wenig mildern. Die Zertifikate werden dazu günstiger angeboten, statt für 10,00 Euro zum Beispiel für 8,00 Euro. Dadurch entsteht ein kleiner Puffer. Gleichzeitig wird ein Höchstbetrag (Cap) für das Laufzeitende des Zertifikates festgelegt. Selbst wenn der Wert später deutlich über dem Cap liegt, erhält der Anleger nur den Betrag, der vereinbart wurde.


Zertifikate-Sparplan

OnVista Bank - Die neue TradingfreiheitDa Zertifikate weit mehr Gesichter haben, als hier kurz vorgestellt, ist es auch für einen Sparplan unabdingbar, sich intensiv mit den Konditionen und dem Herausgeber des Zertifikats zu befassen. Denn sollte der Emittent zahlungsunfähig werden wie im Fall von Lehmann Brothers, ist das Kapital verloren. Hier steckt neben den Kursschwankungen ein weiteres Risiko von Zertifikaten, weil es sich um Schuldverschreibungen handelt. Deshalb sind Informationen das A und O. Anleger sollten sich ein wenig mit dem Markt befassen, in den sie investieren wollen, um die Entscheidung für oder gegen bestimmte Zertifikate auf eine solide Basis stellen zu können. Die wichtigsten Informationen liefern die Verkaufsprospekte. Sie geben auch Auskunft über die Kosten. Sie liegen in der Regel unter denen für Fonds, weshalb Zertifikate nicht nur aufgrund der Renditechancen eine Überlegung wert sind.


Faktoren eines Zertifikate-Sparplan - Basis zum Vergleichen

OnVista Bank - Die neue TradingfreiheitDie Angebote für Zertifikate-Sparpläne zu vergleichen ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Anlagestrategie. Die Kriterien des Vergleichs ähneln denen von anderen Wertpapieren:

  • Kosten: Ein Zertifikate-Sparplan setzt ein Depot voraus, in dem die Papiere hinterlegt werden. Die meisten Anbieter verzichten inzwischen auf eine Jahresgebühr, wenn der Kunde regelmäßig investiert, was bei einem Sparplan der Fall ist. Die Kosten, die im Zusammenhang mit den Zertifikaten in Rechnung gestellt werden, sind im Vergleich dazu weitaus komplexer und richten sich unter anderem danach, wie das Zertifikat gestaltet ist. Indexzertifikate sind günstiger als kompliziertere Varianten. Eine detaillierte Aufschlüsselung ist aufgrund der Vielfalt nicht möglich. Die Daten werden in den Prospekten genannt.

  • Rate und Turnus: Ob 25 oder 50 Euro – sehr hoch sind die finanziellen Anforderungen an einen Zertifikate-Sparplan nicht. Zum Testen sollte man klein einsteigen und nach Möglichkeit eine monatliche Rate vereinbaren. Möglich sind auch zweimonatliche, quartalsweise oder halbjährliche Raten, wobei sich die Frage stellt, inwieweit wenige Einzahlungen pro Jahr Sinn machen.

  • Auswahl: Anleger sollten die Auswahl zwischen mehreren Zertifikaten haben, die im Rahmen eines Sparplans erworben werden können – auch und gerade mit Blick auf die angestrebte Sicherheit bzw. das Risiko der Anlage. Kurzum: Je mehr Zertifikate im Angebot sind, desto besser. In der Regel handelt sich um Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit.

 

 

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