Hedgefonds
Hedgefonds als Bestandteil jeder Geldanlage
Fonds kann man sich als bunten Strauß unterschiedlicher Wertpapiere vorstellen. Das Management kümmert sich darum, dass renditeschwache regelmäßig gegen stärkere Papiere ausgetauscht werden, damit Anleger sich lange Zeit über ihre Fonds freuen können. Im Endeffekt kommt es also darauf an, von Kurssteigerungen zu profitieren. Hedgefonds verfolgen zwar das gleiche Ziel, einen möglichst hohen Gewinn abzuwerfen, kennen allerdings weit mehr Instrumente als einfach nur den Blick auf positive Tendenzen an den Märkten.
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Auch von fallenden Kursen profitieren
Sie nutzen auch fallende Kurse und Seitwärts-Bewegungen und bedürfen daher eines weitaus intensiveren Managements. Im Laufe der Jahre haben sich dabei verschiedenste Strategien herausgebildet, mit denen die Manager sämtliche Entwicklungen aufgreifen. Geht der Plan auf, profitieren Anleger von hohen Renditen. Wie immer bei chancenreichen Investments, droht auf der anderen Seite ein Totalverlust, sollte das Ziel verfehlt werden.
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Hedgefonds sind hoch spekulativ
Der hochspekulative Charakter, der Hedgefonds anhängt, hat sie in den vergangenen Jahren in Verruf gebracht. Dazu beigetragen haben auch Pleiten im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab dem Jahr 2007. Dabei wird allerdings übersehen, dass es letztlich immer auf die Strategie ankommt, wie hoch das Risiko und die Gewinnchancen tatsächlich sind. Denn auch bei Hedgefonds erstreckt sich das Risiko-Spektrum von gering bis extrem hoch. Gemeinsam ist allen Hedgefonds, dass die Manager mehr Freiheiten haben, ohne sich ausschließlich an den Märkten orientieren zu müssen.
Hier einige Beispiele für klassische Hedge-Fonds-Strategien:
Leerverkauf (Short Selling):
Der Leerverkauf gehört zu den bekanntesten Strategien, die bereits Anfang des 20. Jahrhunderts von Alfred Winslow Jones entwickelt wurde. Sie zielt auf fallende Kurse. Dazu werden Wertpapiere geliehen, mit der Verpflichtung, sie zu einem klar definierten Zeitpunkt wieder zurückzugeben. Der Verkauf der Papiere erfolgt in der Hoffnung, sie später zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen zu können. Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz von Kauf- und Verkaufspreis abzüglich möglicher Gebühren für das Leihen der Wertpapiere. Steigt das jeweilige Papier im Kurs, macht der Hedgefonds hingegen Verluste.
Arbitrage-Geschäfte:
Bei Arbitrage-Geschäften nutzen Hedgefonds-Manager die Tatsache aus, dass Wertpapiere an unterschiedlichen Börsen zum Teil unterschiedlich gehandelt werden. Ihr Gewinn ist der Differenzbetrag. Wird ein Wertpapier in Frankfurt zum Beispiel mit 150 Euro notiert und in London mit 151,25 Euro, erwirbt der Fonds die Papiere günstig in Frankfurt und verkauft sie im gleichen Zug teurer in London. Das Risiko bei dieser Form von Hedgefonds-Geschäften wird als relativ gering eingestuft.
Event Driven:
Deutlich spekulativer als Arbitrage-Geschäfte sind Event Driven Strategien, mit denen auf mögliche Entwicklungen und Tendenzen bei einzelnen Unternehmen reagiert wird. Angenommen ein Unternehmen hat finanzielle Schwierigkeiten, sorgt das in der Regel für fallende Aktienkurse. Darauf reagiert der Hedgefonds und kauft die Papiere zu einem niedrigen Kurs – allerdings nur, wenn die berechtigte Hoffnung besteht, dass die Firma wieder auf die Beine kommt, damit die Aktien steigen und zu einem höheren Kurs verkauft werden können. Eine Abwandlung dieser Strategie ist das
Merge Arbitrage:
Hierbei geht es um Firmen-Übernahmen und wird mit beiden Papieren, von der Firma, die übernimmt, und der, die übernommen werden soll, gearbeitet. Zum einen werden fallende (zu übernehmende Firma), zum anderen steigende Kurse (übernehmende Firma) ausgenutzt.
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Hedgefonds in Form von Dachfonds
Dass Hedgefonds in der Bundesrepublik erst seit dem 1. Januar 2004 und auch nur in Form eines Dachfonds öffentlich gehandelt werden dürfen, liegt unter anderem am höheren Risiko. Der Vertrieb erfolgt daher auch als „Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken“. Entsprechend hoch sind die Auflagen, inklusive eines Hinweises auf einen möglichen Totalverlust auf den Verkaufsprospekten. Als Single-Hedge-Fonds dürfen sie nur im Privat Placement angeboten, auf keinen Fall aber öffentlich beworben werden.
Für chancenorientierte Anleger haben Dachfonds den Vorteil, dass sie gleich in mehrere Hedgefonds und damit auch in unterschiedliche Strategien investieren. Dadurch wird das Risiko weiter gestreut. Denkbar sind dabei Einmaleinlagen als auch Sparpläne. Angeboten werden zudem Hedgefondszertifikate. Grundsätzlich sollte der Anteil an der Anlagestrategie jedoch nicht zu hoch angesetzt werden, sondern nur einen Bruchteil ausmachen.
Gefahren eines Hedgefonds
Hedgefonds bieten neben hohen Renditechancen auch die Gefahr von Verlusten. Umso wichtiger ist es, sich vorab über einen Hedgefonds-Vergleich genau zu informieren.
Kosten: Die Gebühren bei Dach-Hedgefonds sind sehr hoch. Das liegt daran, dass auch die Gebühren für die unter dem „Dach“ des Fonds vereinten Single-Hedgefonds aufgebracht werden müssen. Die Kosten setzen sich dabei in der Regel aus einer Jahresgebühr und einem Ausgabeaufschlag zusammen. Dass sie höher ausfallen, liegt schlicht am größeren Managementaufwand.
Entwicklung: Erfolge aus der Vergangenheit sind keine Garantie für eine positive zukünftige Entwicklung. Experten raten daher, sich intensiv mit den Prospekten und den Strategien zu beschäftigen. Als wichtig werten sie vor allem, wie lange ein Fonds bereits am Markt ist und sich auf ein Gebiet spezialisiert hat.
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