ETF-Sparplan
ETF-Sparplan als Teil Ihrer Geldanlage
ETF-Sparpläne sind eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, Wertpapiere in die Geldanlage zu integrieren. Vom Prinzip her – das besagt schon der Name exchance-traded fund, börsengehandelter Fonds – ist das Konstrukt eines ETF deckungsgleich mit dem von klassischen Fonds. Der Unterschied besteht darin, dass ETFs nicht aktiv gemanagt werden. Die gezielte Betreuung durch Fondsmanager entfällt, weil ETFs einen Index abbilden und als reines Spiegelbild nicht umgeschichtet werden müssen. Schließlich ist die Zusammensetzung fest umrissen. Das kann zum Beispiel der Dax oder jeder andere Aktienindex sein. Diese Eigenschaften spiegeln sich auch in der Bezeichnung als passive Indexfonds wider.
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| Stand: 15.02.2012 | ||||||
Chance und Risiko
Bei ETF-Sparplänen unterscheiden sich die Chancen und Risiken ganz deutlich von klassischen Fondssparplänen, die in aktiv gemangte Fonds investieren. Die Entwicklung von Fonds wird im Allgemeinen in ihrem Abschneiden gegenüber dem Vergleichsindex (Benchmark) gemessen. Viele aktiv gemanagte Aktienfonds schaffen es nicht ihre Benchmark zu schlagen. Demgegenüber erreichen die meisten ETFs dies sehr wohl, da sie sich ja für gewöhnlich ganz automatisch an der Benchmark orientieren. Somit reduzieren sich die Risiken (allerdings auch die Chancen) bei ETFs und natürlich auch bei ETF-Sparplänen ganz erheblich. Für Anleger, die eine gewisse Sicherheit bei der Renditeerwartung anstreben, ist dies sicher ein wichtiges Argument.
Die wirklichen Vorteile der ETF und ihrer Sparpläne liegen auf der Kostenseite. Hier spielen ETFs ihre ganze Stärke aus und können im Vergleich zu klassischen Fondssparplänen punkten. Für Fonds werden in der Regel Ausgabeaufschläge berechnet, die mit zunehmendem Managementaufwand steigen. Bei Hedge-Fonds liegen die Kosten zum Beispiel deutlich höher als bei einem reinen Indexfonds. Je nach Anbieter und Fonds werden bis zu 5,0 Prozent in Rechnung gestellt, teilweise auch mehr. Selbst mit einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag machen sich diese Ausgaben im Laufe der Zeit bemerkbar.
Kosten
Die laufenden Kosten bei ETF-Sparplänen fallen mit 0,1 bis 0,5 Prozent deutlich niedriger aus, wachsen durch Order- und gegebenenfalls Depotgebühren allerdings an. Diese Positionen legt der Broker fest, den man mit dem ETF-Sparplan betraut hat. Hier lohnt es sich, die Konditionen genauer zu studieren, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten.
Wie es um die Effektivität von ETF- und Fondssparplänen im Hinblick auf die Rendite bestellt ist, zeigt ein Vergleich. Rein von den Kosten – unberücksichtigt bleiben hierbei die Gebühren der Broker – stehen bei ETFs durchschnittlich 0,30 Prozent und bei Fonds im günstigen Fall 1,50 Prozent zu Buche. Diese Differenz wirkt sich nachhaltig auf den Gewinn aus. Schließlich müssen Fonds deutlich stärker zulegen, um die höheren Kosten wieder einzuspielen.
ETF-Sparpläne eignen sich damit besonders für kostenbewusste Anleger, die sich über die Risiken der Geldanlage mit Wertpapieren im Klaren sind. Der Vorteil, ETFs in Form eines Sparplans zu erwerben, liegt darin, dass Kursschwankungen durch den Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) ausgeglichen werden. Bei einem niedrigen Kurs werden mehr Anteile im Depot hinterlegt, bei höheren Kursen weniger. Das gleicht sich auf lange Sicht aus. Möglich ist ein ETF-Sparplan bereits ab 25 Euro im Monat, teils ab 50 Euro. Der finanzielle Aufwand hält sich angesichts der – rein statistisch betrachtet – sehr guten Renditechancen also in Grenzen.
Faktoren der ETF-Sparpläne
Auch wenn ETF-Sparpläne längst noch nicht so verbreitet sind wie Fondssparpläne, und das Angebot daher überschaubar ist, lohnt sich ein Vergleich der Konditionen.
- Kosten: Die Kosten sind auch bei ETF-Sparplänen das Herzstück eines Vergleichs. Zu beachten sind hier in erster Linie die Gebühren, die vom Broker in Rechnung gestellt werden. In der Regel handelt es sich um eine Pauschale je Transaktion. Ob in Prozent des Ordervolumens, in Form eines festen Betrages oder einer Kombination aus beidem, hängt vom jeweiligen Broker ab. Das gilt auch für die Depotgebühren, die man sich auf jeden Fall sparen sollte, indem man ein kostenloses Depot nutzt.
- Auswahl: Bei der Suche nach dem passenden ETF-Sparplan sollte man auf eine möglichst große Auswahl achten, die entsprechend viele Indizes berücksichtigt. Auch ein Mix unterschiedlicher Fonds-Anbieter respektive Fondsgesellschaften kann nicht schaden.
- Sparrate und Sparturnus: Die Mindestsparrate, die monatlich, zweimonatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich investiert werden muss, beginnt bei 25 bis 50 Euro an. Bei zwölf Raten im Jahr – die auch empfohlen werden, damit ein ETF-Sparplan sich rentiert – und 25 Euro im Monat wären es 300 Euro und damit ein überschaubarer Betrag.
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