CFD-Broker
CFDs - Differenzkontrakte
Umschreiben lassen sich Contracts for Difference, (Differenzkontrakte, abgekürzt CFD) als „Wette“ auf steigende oder fallende Kurse an den Aktien-, Rohstoff- oder Devisenmärkten. Vom Prinzip her kann dabei mit allem gehandelt werden, was an den Börsen erhältlich ist – jedoch ohne die Werte tatsächlich zu besitzen. Das heißt, man hält weder eine Aktien in Händen, noch ergibt sich aus einem Aktien-CFD ein Stimmrecht. Die Idee dahinter stammt aus den 80er Jahren und wurde in England entwickelt, um die Gebühren beim Aktienhandel zu umgehen. Inzwischen hat sich daraus ein regelrechter Markt entwickelt, der über CFD-Broker auch interessierten Privatkunden zugänglich ist. Den Unterschied zum regulären Handel zum Beispiel mit Aktien, macht der Hebel aus.
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Margin und Hebelwirkung bei CFDs
Dank des Hebels müssen Anleger nur einen Teil der Summe als Sicherheitsleistung, das so genannte Margin, hinterlegen. Wenn ein Margin von 5,0 Prozent verlangt wird, hat der Hebel den Faktor 20. Bei einem Margin von 1,0 Prozent ist die Hebelwirkung dank des Faktors 100 deutlich höher. Um den Effekt zu verdeutlichen, hier ein Beispiel: Zwei Anleger gehen davon aus, dass eine Aktie in den nächsten Tagen deutlich zulegen wird. Anleger A kauft für 10.000 Euro Anteile zum aktuellen Kurs von 200 Euro. Anleger B nutzt CFDs der Aktie, muss dank eines Margin von 4,0 Prozent jedoch nur 400 Euro an Eigenkapital aufbringen. Liegt der Aktienkurs wenig später bei 204 Euro, wären das 4,00 Euro Gewinn je Aktie, insgesamt also 200 Euro. Kunde A hätte 2,0 Prozent gewonnen. Kunde B käme auf eine Rendite von 50 Prozent, weil er deutlich weniger investiert, aber mit dem gleichen Betrag gehandelt hat.
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Kosten von CFDs
Davon müssen noch die Kosten abgerechnet werden. Zum einen der Spread, die Differenz von An- und Verkaufspreis. Zum anderem die Finanzierungsgebühren, die anfallen, wenn Aktien über Nacht gehalten werden. Orientierungspunkt für diese Gebühren sind in der Regel die Zinssätze für Tagesgeld wie zum Beispiel der Euribor (European InterBank Offered Rate) zuzüglich eines prozentualen Aufschlags. Hinzu kommt bei Aktien-CFDs eine Ordergebühr. Anleihen und Rohstoffen können ohne Order- oder Finanzierungskosten gehandelt werden.
Short-Trading mit CFDs
Die zweite Alternative, mit der sich bei CFD-Handel Gewinn machen lässt, ist der so genannte Short-Trade: Der Anleger geht davon aus, dass der Kurs fällt. Dazu verkauft er CFDs der Aktie zum Stückpreis von 200 Euro, insgesamt für 10.000 Euro. Besitzen muss er die Papiere dazu nicht. Bei einem Margin von 4,0 Prozent wäre das erneut ein Kapitaleinsatz von 400 Euro. Tritt der gewünschte Fall ein und liegt der Aktienkurs wenig später bei 196 Euro, also minus 2,0 Prozent, können die Papiere für 9.800 Euro zurückgekauft werden. Das wären 200 Euro Gewinn, was einer Rendite von 50 Prozent entspricht. Geht die Rechnung nicht auf, weil sich der Kurs anders entwickelt, sorgt die Hebelwirkung auf der anderen Seite für einen entsprechend hohen Verlust. Das Risiko bei CFDs sollte also nicht unterschätzt werden. Sinnvoll ist es daher, den Verlust durch Limits zu begrenzen. Generell ist der Handel mit Contracts for Difference eher etwas für chancenorientierte und damit auch risikobereite Anleger, die sich intensiver mit dem Thema befassen.
Wichtige Details beachten
Der CFD-Broker Vergleich verschafft einen ersten Überblick zu den Konditionen der einzelnen Anbieter. Hierauf kommt es bei einem gezielten Vergleich an:
Kosten: Die Kosten beim Handel mit CFDs ergeben sich zum einem aus dem Spread, der für die einzelnen CFDs unterschiedlich hoch ausfällt. Hinzu kommen die Finanzierungsgebühren, wenn der Handel nicht am gleichen Börsentag abgeschlossen wird. Hierbei ergeben sich deutliche Unterschiede, die sich direkt auf die Rendite auswirken. Ähnlich verhält es sich mit möglichen Konto- und Ordergebühren.
Einlagensicherung: Anleger sollten sich vorab informieren, wie ihr Kapital für den Fall abgesichert ist, dass der Anbieter seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und den Geschäftsbetrieb einstellen muss. Dabei muss insbesondere auf die Sicherungsgrenze geachtet werden. Privatkunden wird geraten, nicht mehr Geld zu investieren als geschützt ist.
CFD-Angebot und Orderarten: Bevor man sich für einen CFD-Broker entscheidet, gilt es, einen genauen Blick auf das Angebot zu werfen. Dabei kommt es zum einen auf die Produktpalette an, also wie viele CFDs und welche Basiswerte gehandelt werden können. Zum anderen sollten möglichst viele Orderarten angeboten werden.
Mindesteinlage und Margin: Die Anforderungen an die Sicherheitsleistung (Margin) sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich definiert. Zusammen mit der Mindesteinlage geben sie Auskunft darüber, mit welchem Betrag Anleger in den CFD-Handel einsteigen können, welcher Hebel greift und wie hoch das Risiko ist.
Software und Kurse: Ein wichtiger Faktor sind die Tradingplattform bzw. die Tradingsoftware. Idealerweise werden Demozugänge angeboten, um sich ein Bild vom Ablauf und der Funktionsweise machen zu können. Das bewahrt davor, möglicherweise Fehler zu machen, weil es technische Probleme gibt oder man schlicht mit der Software überfordert ist. Dabei sollte gleichzeitig darauf geachtet werden, ob die Kurse eins zu eins denen an den Börsen entsprechen.
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